[Folge 200!] Die (nicht nur) Rollenspiel-Nachrichten 1/2016

Unsere zweite Jubiläumsfolge

Wir haben vor einigen Jahren zwar aufgehört, unsere Folgen offiziell extern mitzuzählen, aber unsere Zählungsbeauftragte, Sandra, hat dennoch nicht damit aufhören wollen intern das zu machen und so präsentieren wir nun voller Stolz die Folge 200.

200× Ausgespielt

Aber nicht nur das, wir haben auch etwas mitgebracht für das ganze Jahr, einen vielgehegten Wunsch unserer Hörerinnen und Hörer: Wir spielen etwas. Vor laufenden Mikro. Ein „Actual Play“. Nein, sogar deren vier. Wie genau das geschehen soll, erfahrt ihr in der Folge (ab etwa 1:19:36). Und nebenbei gibt es natürlich auch wieder Rollenspiel-Nachrichten, Nicht-nur-Nachrichten und Angeliebtes …

Show-Notes

Feedback

Rollenspiel-Nachrichten

  • Nach Verkauf von White Wolf: Chronicles of Darkness löst NWoD ab (PM)
  • 7te See-Rechte jetzt bei John Wick Presents (PM)

Nicht-nur-Nachrichten

  • Crowdfinanzierter Star Trek Fan-Film verklagt (via Hollywoodreporter)
  • Kickstarter-Ausführungsstatistik (PM)
  • Rotes Quecksilber (via NY-Times)

200 Fragen

Angeliebt

Filme

Literatur

Internes

  • Das Ausgespielt-Actual Play-Projekt zur 200. Episode.
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20 Kommentare zu [Folge 200!] Die (nicht nur) Rollenspiel-Nachrichten 1/2016

  1. Pingback: Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 2/2016 – nerdlicht.net

  2. André sagt:

    Bilde ich mir das ein oder kam die 200. Folge nach dem letzten Jubiläum sehr schnell? Gratulation in jedem Fall.

    Feedback²: Wenn man es genau nimmt (und ihr kennt mich ja), sind „microtransactions“ anscheinend am meisten mit Käufen in Spielen assoziiert. Ihr habt vermutlich recht, sie können synonym mit „ingame purchase“ verwendet werden. Ich dachte wie Ron, es sei der allgemeinere Begriff für die Bezahlung kleiner Summen beim Onlinekauf, aber das ist „micropayment“. Allerdings spricht man bei Nicht-Spielanwendungen mit „inapp purchase“ glaube ich auch von „microtransactions“. — Also, ich dachte, ich hätte etwas gewonnen. Da das vermutlich mit Macrotransactions einhergeht, verzichte ich freiwillig.

    Diese Hobbit-Filmreihe habe ich gar nicht gesehen. Gibt es da auch Bücher zu den Filmen? Gruß an Dietmar.

    Plädoyer für den Fanfilm: Eurer Einschätzung will ich gar nichts entgegensetzen. Ich würde sogar sagen, bei den hohen Summen und der entsprechenden Verantwortung ist sich darauf verlassen, dass ein Rechteinhaber seine Rechte schon nicht wahrnehmen wird, mehr als sorglos. Ich weiß ja nicht ob bzw. wie dieses Risiko bei den Crowdfunding-Kampagnen kommuniziert wurde. Eventuell sollten sich daraus rechtliche Konsequenzen ergeben. Ich denke aber Fanfilme sind grundsätzlich eine sinnvolle Form Kreativität umzusetzen. Ein populärer Stoff kann ganz anderes Interesse freisetzen sowohl bei den Produzenten als auch beim potentiellen Publikum. Und wenn die eigenen Ideen sich nunmal an einem etablierten Universum entzünden, sehe ich von solchen Umsetzungsproblemen abgesehen keinen Grund diese Kreativität nicht zu nutzen. Iron Sky ist für mich da auch kein gutes Gegenbeispiel. Es gründet sich sehr stark auf vorhandene Stoffe. Nur dass diese ganzen Ideen, die im rechtsextremen Milieu entweder als krude Verschwörungstheorien oder in fiktioneller Form entwickelt wurden, kein konsolidiertes Intellectual Property bilden.

    Zur hypothetischen rechtlichen Frage am Schluss, ob CBS/Paramount einen gescheiterten Kickstarter durch Nichtvorgehen gegen die Verwendung ihres IP sozusagen fahrlässig mitverursachen würde. Wie wäre es denn, wenn die Filmemacher eine Lizenz bekommen hätten, dann würden CBS/Paramount doch auch nicht für deren Misserfolg haften. Es kann ja nicht sein, dass man für passive „Beteiligung“ mehr in Haftung genommen wird, als für tatsächliche Unterstützung durch Gewährung der Lizenz, oder? 😉

    Bei dieser Kickstarter-Studie bin ich etwas skeptisch. Ich warte mal darauf, ob das jemand methodisch kritisiert. Ich hätte da aber den gleichen Ansatz wie Jens verfolgt, die Zahl würde nur genannt, wenn sie gut genug aussieht. Sie schreiben allerdings: „We had no influence over its findings. Before research began, Wharton and Kickstarter agreed that we would co-publish the results, whatever was found.“. Ich würde also spekulieren, wenn die Zahlen so im Prinzip stimmen, wusste Kickstarter das grob schon vorher, bevor sie Ethan Mollick für die Studie gewonnen haben.

    • Dietmar sagt:

      Hallo. Falls das ernst gemeint sein sollte: ja es gibt Bücher zur Hobbit-Filmreihe. Und ich meine Bücher (Mehrzahl), weil in den Filmen auch Stoff behandelt wird, der nicht im „Kleinen Hobbit“ angesprochen wird und Charaktere auftauchen, die dort bniocht erwähnt werden. Schön dass du dich für das Thema interessierst (hrhrhr).

      • Dietmar sagt:

        öh… bniocht = nicht…

      • André sagt:

        Nein, war nicht ernst gemeint, nur ein Rückfall in meine trollige Phase. 😉

        Tolkien ist für mich ein Lesegroßprojekt, das ich mir aufhebe bis Zeit und linguistischer Hintergrund ausreichen. Die Herr der Ringe-Filmtrilogie empfand ich aber als schönen Einblick und gerade weil viele Menschen, die Bücher dann doch nicht lesen werden, ein Zugang zum Werk. Die Hobbit-Filme sollen ja nicht so besonders sein, die habe ich mir einfach gespart.

        Kennt ihr eigentlich Geek&Sun… *klatsch* So wieder besser.

  3. André sagt:

    Den kontroversen Teil packe ich mal in einen Extrakommentar. Ist das noch Jottcast-Modus oder eine besonders weite Auslegung von (nicht nur)? 😀 Ich gehe mal davon aus, es geht um den Konflikt zwischen der islamischen Welt und der Moderne. Warum also Mohammed und nicht etwa Abd al-Aziz ibn Saud, Hasan al-Banna oder sogar Zbigniew Brzezinski? Ich sehe nicht, dass es vis-à-vis der Moderne ins 19./20. Jahrhundert hinein Defizite im Islam gibt, die nicht ähnlich beim Christentum zu finden sind. Sicherlich könnte man auf gewisse kulturelle Elemente des Islams hindeuten, die diesbezüglich Probleme erzeugen. Ich wäre aber vorsichtig damit anzunehmen, dass es nur einen Weg in die Moderne gibt. Der Islam, wie wir ihn heute haben, ist jedenfalls in großen Teilen auch eine ideologische Reaktion auf die kulturelle Herausforderung des Westens. Und historisch hat er als Gegenpart der Christenheit sicherlich seinen Beitrag zum Entstehen der Moderne in der westlichen Welt geleistet. Was die Schadensbilanz angeht, dürfte die islamische Welt auch mit kriegerischer Ausbreitung in fremde Gebiete, sektiererischer Gewalt, drakonischen Bestrafungsformen und Terrorismus zusammengenommen vom „christlichen“ Kulturraum allein mit den Kolonialverbrechen, Holocaust und stalinistischen Säuberungen (eigentlich alle mit genuin modernen Komponenten) immer noch um Längen geschlagen werden.

    • Benjamin sagt:

      Nein es geht mir nicht um den „Konflikt zwischen der islamischen Welt und der Moderne“. Wahrscheinlich hätte ich eine bessere Antwort geben können. Zum Beispiel: „Ich würde niemanden einen 200 Meter tiefen Schacht hinunter stoßen, weil ich besser bin als die Leute, die es verdient hätten.“ – oder so ähnlich. 😉

      Aber ich wollte kein Spielverderber sein, provozieren, anecken und mich nicht irgendeinem Tabu unterordnen. Und da mir das anscheinend gelungen ist, würde ich jetzt auch andere historische Persönlichkeiten auswählen, die es „verdient“ hätten; die gibt es ja zur Genüge und natürlich auch in unserer westlichen Geschichte. Warum ich mich für Mohammed entschieden habe, ist damit hoffentlich erklärt, aber um es noch deutlicher zu machen: Je suis Charlie!

      Deinen Vergleich zwischen Islam und Christentum finde ich allerdings relativ problematisch und offenkundig zu einfach. Es gibt deutliche Unterschiede in der Geschichte und Philosophie beider Religionen. Speziell die Erweiterung auf den „christlichen Kulturraum“ finde ich problematisch und unpassend. Selbstverständlich stimmt es, dass „wir“ uns genau so viel Schuld (wie auch immer man Schuldigkeit misst) aufgeladen haben, wenn man die Geschichte betrachtet, aber ich finde den Vergleich zwischen Islam und „christlichem Kulturraum“ unpassend.

      Außerdem bin ich Atheist, es geht mir also nicht darum eine Religion besser darzustellen als die Andere, ich lehne sie alle ab. Vielleicht werde ich mich in Zukunft wieder dem katholischen Adolf Hitler zuwenden, wenn die Frage aufkommt 😉

      • André sagt:

        Da ist das Problem, dass man Fragen temporaler Intervention nicht seriös beantworten kann. Sollte Charlie Hebdo nach einer solchen noch existieren, habe ich das Gefühl, dass sie viele Brunnen gezeichnet hätten und das wäre vielleicht auch nicht gut ausgegangen.

        Klar, ist der Vergleich zu einfach. Das Christentum wäre ohne die Einflüsse des Islams in der bestehenden Form nicht existent und umgekehrt. Kulturelle Transmission stellt solche isolierten Betrachtungen mindestens in Frage. Da ich aber deine Antwort „Mohammed“ als die Eliminierung aller kulturellen Phänomene, die der Islam zusammenbindet, verstand, habe ich mich auf ein vereinfachtes Einflussphärenbild eingelassen. Insofern auch islamische Welt versus „christlicher“ Kulturraum, als die Räume, wo die entsprechende Religion lange Zeit dominierte. Der Idee folgend, dass sich — auch hier stark vereinfacht — die religiöse Ideologie in die modernen/vormodernen Denkmodelle gewandelt hat und es gewisse Kontinuitäten gibt. Und beispielsweise den Baathismus würde man doch auch mitzählen, wenn man von Moslems begangene Gräuel enumeriert.

        Und wenn ich noch kurz ausführen darf, worauf ich hinaus wollte. Die nachträgliche Analyse von Eigenheiten zum Beispiel des Christentums, die man als für die Moderne konstitutiv vermutet, birgt immer die Gefahr teleologischen Denkens. (Gerade heutige Christen neigen dazu, was mich persönlich in den Wahnsinn treibt.) Ich denke, wenn die Moderne nicht aus der westlichen Welt gekommen wäre, hätten andere Weltregionen das Potential dazu gehabt. Beispiele für Protoformen gibt es einige. Warum also nicht auch der islamische Kulturraum. Ich bin offen für die Möglichkeit, dass in einer alternativen Geschichte andere Eigenheiten in Verbindung mit der Entstehung der Moderne gesetzt werden. Zum Beispiel wird die Aufteilung in weltliche und geistliche Sphäre in der Geschichte Europas als wichtiger Schritt erachtet, entsprechend sieht man in der Geschichte der islamischen Welt die Verschränkung dieser beiden Sphären als Modernisierungshemmnis. Vielleicht könnte dieser Umstand unter modifizierten Bedingungen aber auch hilfreich oder wenigstens neutral auf einem Weg in die Moderne sein. Ich wollte also sagen, bis zum „take-off“ sind christliche und islamische Welt nicht identische aber eben doch auf eine gewisse Art gleichwertige Kandidatenweltregionen für den Prozess der Moderne.

        Übrigens vielleicht habe ich die Frage falsch in Erinnerung, aber ich dachte es ging gar nicht um „verdient haben“, sondern war mehr utilitaristisch gemeint. Eine siebenjährige Maria Antonia wäre also genauso fair game für den Brunnen, wenn es denn nur hilft. Hätte jetzt auch nicht gesagt, dass Ibn Saud, al-Banna und Brzezinski es notwendigerweise verdient haben, das hängt ziemlich davon ab auf welcher Seite man steht.

  4. Dietmar sagt:

    Super Sendung. Vielen Dank, dass ihr meinen Kommentar zum „Einen Ring“ vorgelesen habt. Ich muss sagen, dass Benjamin mir im Bezug auf die Filme schon etwas aus der Seele spricht. Eigentlich tut es mir ja leid, weil es zumindest im allerersten HdR-Fil durchaus gute Momente gab, und weil die Filme den großen Vorteil haben, dass man heutzutage mehr Leute für das Rollenspiel in Mittelerde begeistern kann, und dass man sich als SL viele umständlichen Beschreibungen einfach sparen kann („Minas Tirith? Genauso wie im Film.“). Auch das wohl ziemlich tolkien-authentische Sindarin sowie die auf Alan Lee und John Howe basierende Optik waren schön zu sehen bzw. zu hören. Aber insgesamt bin ich von den unnötig ausgewalzten Action- und Metzelszenen ziemlich enttäuscht, weil es, wie Benjamin so schön gesagt hat, einfach völlig an der Seele der Romane vorbeigeht.

    A propos Benjamin. Oder lieber doch nicht. Aus dem 200 m tiefen Schacht halt ich mich lieber mal raus, das ist ein tiiiiiefes Loch, in das man stolpern kann…

    Obwohl ich von diversen Wichteleien sonst nicht viel halte, freue ich mich auf die „gewichtelten“ Actual-Play-Episoden. Kann auch daran liegen, dass die gewählten Systeme mit Ausnahme von Monster Hearts genau in mein Interessensgebiet fallen. Trotzdem bin ich auch auf letzeres gespannt, obwohl ich fürchte, dass das leicht ins Parodistische abgleiten könnte. Numenera freut mich natürlich besonders.

    @André: das letzte Jubiläum liegt gar nicht so kurz zurück, du bist nur etwas älter.

    • André sagt:

      Ah, du hast mich genötigt nachzuschauen, das wollte ich vermeiden. 😀 Also ich habe hier erste Folge 12. März 2008, „Das Episode-100-Fiasco“ vom 8. März 2013 und jetzt 200. Das ging doch deutlich schneller.

  5. Greifenklaue sagt:

    Gratulation zur 200. Folge. Mögen Euch auch die nächsten 200 soviel Spaß machen wie die bisherigen … Also, noch viele neue schöne Spiele, Kickstarts und Diskussionen bis dahin.

    @Vampire Kickstart: Onyx Path war die gesuchte jetzt ehemalige WoD-Firma mit den Kickstarts.

    @Computerspiel für 200 Tage: Bin ja eher ein Seltenspieler. Aber ich glaube, Civilization wäre ein Kandidat, da konnte man viel Zeit reinstecken und es wieder und wieder zocken. Oder Bundesliga Manager, vielleicht in einer Bloodbowl-Variante.

    @Big Shot – Da fand ich die Vorstellung besser gelungen. Vermutlich eignen sich da Actionszenen weniger als starke Dialoge.

    @Maurice Druon: Das hab ich nicht ganz kapiert. Haben die die Reihe abgebrochen oder mehrere franz. Bücher in eins gesteckt?

    @Knights of the old Republic: Ahh, ich hatte zufällig den Abschlußband gelesen. Fand ihn nicht schlecht, der Auftakt klingt aber noch stärker.

    @Podwichteln: Thumbs up! Bin nächstes Jahr auch (wieder) dabei.

    @Film kickstrten: Hmm, kreative eigene Projekte sind auch schön. Aber manchmal ist man eben Fan und rein Fanherz will was das Fanherz will. Wobei auch ich Verständnis für CBS aufbringe. Grundsätzlich versteh ich aber, warum man auf ein Battlestar Galactica-LARP will und nicht irgendein SciFi-LARP, um mal ein Beispiel aufzugreifen, welches schon bei Euch vorkam und welches auch ohne Lizenz arbeitet.

    • Sandra sagt:

      Die Maurice Druon Reihe ist entgegen dem, was meistens mit englischsprachigen Büchern passiert, im deutschen in weniger Bücher gequetscht. Reihe ist also im deutschen vollständig.

  6. Greifenklaue sagt:

    PS.. Ganz viel Lob, Zuckerguß und Konfetti für Shadow of Brimstone, mich rockt das auch total!!!

  7. Greifenklaue sagt:

    PPS.: So – jetzt auch komplett durch und noch ganz schnell Lob für die Actual Plays. Würde ich immer in ein- bis zweistündigen Folgen veröffentlichen, auch wenn es länger dauert, dann halt als Mehrteiler. Aber dann bitte nicht im Zweiwochenabstand …

    Auf Numenera freu ich mich besonders, im deutschen Uhrwerkmagazin sind übrigens auch Numenera-Abenteuer drin.

  8. Lichtbringer sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!

    Den Bericht zum Roten Hg fand ich witzig, ich dachte bisher immer, irgendein ahnungsloser Drehbuchschreiber hätte sich diesen Unfug aus der Nase gezogen. Denn natürlich kann kein Stück Chemie irgendeine Kernfusion oder -spaltung hervorrufen. Chemie basiert auf der elektromagnetischen Wechselwirkung und die ist etwa um den Faktor 100 zu schwach, um die starke Kernkraft zu beeinflussen.

    Jens blieb übrigens geschickt aus der Gefahrenzone: Die Waffe, die er beschrieb, war ein seltsamer Hybrid aus einer Spaltungs- und einer Fusionsbombe. Vermutlich vermischte Erinnerungen…

  9. Orakel sagt:

    Zum Thema „Chronicles of Darkness“: Das ist dann noch komplizierter, als ihr es in eurer leicht charmant-verpeilten Art dargestellt habt.
    Hier mal zusammengefasst, was ich bis jetzt noch aufgeschnappt habe:
    – Onyx Path bringen unter dem Logo „Chronicles of Darkness“ jetzt weiterhin die nWoD 2.0 raus, wie gehabt.
    – Darüber hinaus können sie (meine ich irgendwo gelesen zu haben) noch ihre Anyversary-Editions herausbringen, aber ansonsten ist ihnen jeglicher Unfug mit der oWoD untersagt. (Die gehört jetzt vollständig White Wolf.)
    Von daher können wir wohl noch mit einem Beenden der bisherigen Kickstarter rechnen. (Aktuell läuft ja noch der für Changeling.) Aber ob danach noch etwas folgt muss man erstmal abwarten.

    Damit wird sich Onyx Path erstmal auf die ehemaligen White Wolf-Sachen konzentrieren müssen, die ihnen bereits vollständig gehören. (Also Eon-Verse & Scion), sowie die jetzt „Chronicles of Darkness“-Linie. (Dann waren noch irgendwelche Eigenentwicklungen angekündigt, aber was mit denen passiert ist absolut unklar.)

    Und ansonsten stürzt sich White Wolf auf ihre Neuentwicklung der alten World of Darkness, bei der noch gar nicht so klar ist, was sich verändern wird.
    Wobei halt vollkommen unklar ist, ob irgendwas mit Exalted noch geschehen wird. (Zumindest habe ich zu dem Setting, dass ja mehr oder weniger bei CCP geblieben ist, bislang nichts gelesen.)

    Ärgerlich bei der ganzen Sache ist halt der Fakt, dass der bisherige Ansatz von Onyx Path, den alten White Wolf-Backkatalog nach und nach via DriveThru als PoD wieder zugänglich zu machen wohl jetzt endgültig zu Grabe getragen wurde. (Ich muss jetzt wohl zusehen, dass ich vom alten Mage noch die für mich interessanten Sachen zusammengesammelt kriege.)

  10. Selganor sagt:

    Was scheinbar bei der Meldung so nicht rueberkam war auch die Art und Weise mit der CBS/Paramount da rangegangen ist.

    Der Macher des Fanfilms hat zuerst aus den Medien erfahren, dass ihm eine Klage blueht, und das obwohl er wohl regelmaessig und oefters in Kontakt mit den fuer Star Trek Zustaendigen war.

    Unabhaengig davon, ob die Rechteinhaber das duerfen oder nicht ist das auch kein guter Stil, oder?

    • Jens sagt:

      Nein ist es natürlich nicht. Im Idealfall hätte CBS/Paramount gleich von Anfang an gesagt so geht es nicht und den Backern währe viel Kummer erspart geblieben und sicherlich wäre es auch besser gewesen das ganze außergerichtlich zu klären.
      Allerdings wissen wir auch nicht ob es zuvor Warnungen von CBS/Paramount gab, die ignoriert wurden. Hier haben wir lediglich die Aussage der Axanar-Crew. So sehr ich gerne die Seite des Underdogs einnehme, aber das kann auch alles anders gewesen sein. CBS/Paramount hat sich dazu ja wohl nicht weiter geäußert (jedenfalls habe ich nichts gesehen)

      Es gibt aber Aussagen, dass man zuvor bereits Gespräche mit CBS/Paramount geführt habe und gewarnt wurde, dass es kein „commercial endeavor“ werden dürfe. Was man jetzt hört soll sich Produzent Peters angeblich von dem Kickstartergeld ein Produzentengehalt gezahlt haben, das dürfte den Rechteinhabern nicht gefallen haben.

      Außerdem gab es nach der Klage dann noch diese Aussage in einem Interview: Peters says, „We’ve certainly been prepared for this and we certainly will defend this lawsuit. There are a lot of issues surrounding a fan film. These fan films have been around for 30 years, and others have raised a lot of money.“

      Das klingt für mich als habe man doch mit einer Klage gerechnet. Jetzt will man sich ja gegen die Klage wehren und hat eigene Anwälte beauftragt. Da würde mich auch interessieren, ob die vom Kickstartergeld bezahlt werden. Gespannt bin ich ob die irgendeine Chance haben sich gegen die Klage zu wehren. Ich kann es mir nicht vorstellen.

      Alles in allem finde ich einfach die Interpretation großes Hollywoodstudio macht unschuldige Fans platt zu kurz gegriffen. Richtig ist aber auch, dass sich CBS/Paramount auch nicht unbedingt geschickt verhalten.

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