Ausgespielt Episode 19 – Auf, auf und davon!

„Ich glaube, ich wäre gerne Spiderman.“

Wieso tun wir uns mit Superhelden eigentlich so schwer? Wir kennen und lieben sie doch alle – und tun nichts lieber, als abendfüllende Gespräche darüber zu führen …

Wie auch immer – es ist endlich vollbracht. Unsere ultimative Superhelden-Episode ist hiermit im Æther.
Wir klären darin kaum geringere Fragen als: Was ist überhaupt ein Superheld? In welchen Medien kann man dieses Genre am Besten genießen? Mit welchem Rollenspiel kann man sich selbst am Besten in einen Superhelden verwandeln? Welche Superhelden sind liebenswert? Und: Muss man heutzutage noch seine Unterhosen drüber tragen …?

Lauschen und Tee trinken!

Links:

Erwähnte Superhelden-Rollenspiele:

Erwähnte Superhelden, -Teams, -Reihen, -Comics und -Verlage (kleine Auswahl)

Wir lieben:

23 Gedanken zu „Ausgespielt Episode 19 – Auf, auf und davon!“

  1. Der einzige Batman-Charakter der halbwegs mit dem dunklen Ritter mithalten kann dürfte wohl Catwoman sein, die irgendwo zwischen den stühlen hockt und sich nicht für eine Seite entscheiden, was ihre Loyalitäten anbelangt.

  2. Und wo ich jetzt gerade zum zweiten mal den Podcast-Anfang höre: es gab in einer JLA-Storyline mal einen Plot, wo Quasi die ganze Welt von superwesen befölkert war und nur die JLA selbst alle Kräfte (und Erinnerungen) verloren hatte.

    Und an die Storyline mit den weißen Marsianern kann ich mich noch sehr gut erinnern. ^^

  3. Interessante Folge.
    Ich bin kein wirklicher Fachmann für Superhelden, da ich keine Comics lese, aber mir scheint, dass Superhelden auch eines sein müssen: unglaubwürdig. Superman kann fliegen, Batman ist unglaubwürdig stark und genial, Spiderman kann Spinnenweben schießen usw.
    Das Medium definiert sich somit stark, indem es eine wohl bekannte Welt mit extremen Figuren kontrastiert.

    Das scheint mir auch der Grund zu sein, warum Herakles kein Superheld ist. Es mag uns heute seltsam vorkommen, aber in der Antike glaubten die Leute wirklich, dass es solche Wesen nicht nur geben könnte, sondern auch tatsächlich gibt.

    1. Kein schlechter Gedanke, der aber sicher nur einen kleinen Aspekt ausmacht – denn „Urban Fantasy“ würde das ja ggf. auch mit einschließen. 🙂

      1. Finde ich eigentlich nicht. Bei Urban Fantasy ist nicht nur eine kleine Gruppe, sondern die ganze Welt unglaubwürdig. Dennoch erhebe ich natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, schließlich kenne ich mich mit Superhelden wenig aus.

        1. Naja … Es gibt ja durchaus Urban-Fantasy-Szenarien, in denen das Unglaubwürdige der Öffentlichkeit nicht bekannt ist und diese Elemente in eine vertraute Welt eingebettet werden.
          Andererseits sind auch die Superhelden-Universen, wenn man sie genau betrachtet, im Ganzen unglaubwürdig. Magie und PSI existieren zweifelsohne – und die Vorstellungen von Genetik sind … nun ja … 😉

  4. Wann habt Ihr den Podcast aufgenommen?

    Kick-Ass lief doch letztes Jahr im Kino, und kam im Frühjahr auf DVD… Oder redet ihr über einen anderen Film?

    1. Die Aufnahme fand am 9. Oktober 2011 statt. Sie war unser zweiter Anlauf zum Thema (nachdem die erste Version aus tontechnischen Gründen uns misslang und nun für immer im Giftschrank verschwunden ist).

      Ich erinnere mich nicht mehr an alle Details, aber ich habe im Newsblock den wirklich großartigen Film „Super“ vorgestellt, der durchaus einige Ähnlichkeiten mit „Kick Ass“ aufweist. Dieser Film jedoch stammt zwar aus 2010, lief aber erst im August 2011 auf dem Fantasy Filmfest in Deutschland und bekam keinen deutschen Kinostart. Wird auch leider keinen mehr bekommen, dafür aber am 27. Januar 2012 auf Blu-Ray und DVD erscheinen.

      1. Da hab ich das wichtigste glatt überhört, DEN TITEL!!!
        ICh war im warhsten Sinne des Wortes „im falschen Film“ xD

  5. Offenkundig nach dem 5. Oktober. Ansonsten hätten sie Steve Jobs‘ Tod vorhergesagt, was ich sehr gruselig fände…

  6. @Perry Rhodan Neo: Als jemand, der mal 42 der Hardcoverbände gelesen hat, muss ich sagen, dass ich damit auch nicht richtig warm werde. Aber: die Welt der Zukunft ist doch gar nicht so schlecht, wenn auch sehr sporadisch, geschrieben. Der Punkt hat mir an sich ganz gut gefallen.

    @Superhelden: Nachdem Roland ja mal Blame empfohlen hat und ich es moche, frag ich mich, ob es nicht auch japanische Superhelden gibt, oder ob Mangas das Genre komplett umschiffen.

    1. Habe mittlerweile von etlichen Leuten gehört, dass ihnen PR Neo ganz gut gefällt.
      Mich hat es halt daran erinnert, warum ich damals bei der Erstauflage ausgestiegen bin …

      Stimmt – Mangas haben wir komplett ausgelassen.
      Ich weiß aber auch nur, dass es ein paar lizensierte Manga-Varianten von Marvel-Comics gibt.
      Wie sehr man jetzt „echte“ Mangas in das Superhelden-Genre einpassen kann … Keine Ahnung. Dafür hab ich zumindest deutlich zu wenig Ahnung von der Materie … 🙂

      1. Es gibt seit ein paar Monaten auch jedes quartal eine Marvel Adaption im Japanischen TV als Anime, in zusammenarbeit mit Stan Lee.

        Ironman
        Wolverine
        X-Men

        sind bisher erschienen, als Fansub natürlich auch übersetzt erhältlich, definitiv aber noch nicht offiziell in Deutschland Lizenziert.

        Die letzten Jahre sind Comic Animationsserien nach den 90ern sehr stark in ein für Kinder gerechteres Format getrimmt worden, was ich auch bei Ultimate Spider-Man feststellen musste. Ich wünsche mir das (mit Batman The Animated Series eingeführte) Dark Age zurück.
        Übrigens werden die Animationsfilme von Batman immer erwachsener. Siehe „The Red Hood“ und „Year One“…

  7. Der Perry Rhodan Neo-Link verweist übrigens auf den neuen Kindle. Ich weiß, du magst das Teil, Ron, aber man kann auch subtiler werben. 😉

  8. @New Bond / old Bond: Ich hab mir neulich das Hörbuch zu Casino Royal zugelegt (und drei weitere), da ist ja Bond sehr, sehr bodenständig (wohlgemerk: Hörbuch zum Original)!

  9. Für mich eure bisher beste Folge. Ausgespielt und Superhelden – zwei meiner Lieblingsthemen zusammen. Und ich habe sogar noch Einiges gelernt. Grandios!

    Eine kleine Ergänzung hätte ich: Das allererste Marvel-Rollenspiel gab es seinerzeit auch von Schmidt-Spiele auf Deutsch (nur weil jemand im Podcast wohl meinte, es gäbe keine Übersetzungen).

    Ich fand vor allem die Definitionsversuche spannend, habe da aber eine etwas andere Meinung als die meisten, die vorgetragen wurden: Na klar ist Buffy eine Superheldin. Sie hat wiederkehrende Superschurken als Gegner, so was wie eine Geheimidentität, Superkräfte – das Setting/Genre Urban Fantasy ist für mich da nicht so entscheidend, könnte man doch Batman im weitesten Sinne auch dazu zählen.

    Ich finde es gibt zwei plausible Definitionsversuche: Den ersten würde ich einfach normativ an einer erreichten Anzahl von Merkmalen festmachen, die nicht alle, aber von denen doch viele zutreffen müssten. Dazu sollten meiner Meinung nach gehören:

    übermenschliche und/oder heroische Eigenschaften
    Geheimidentität
    Superschurken als wiederkehrende Gegner
    Kostüm
    moralischer Kodex
    magische Waffen/Ausrüstung

    Das eine oder andere Merkmal fehlt hier und da (Fantastic Four zum Beispiel haben keine Geheimidentität, Batman keine übermenschlichen Eigenschaften und je nach Inkarnation vielleicht auch keine heroischen), aber ich würde sagen, wenn mindestens 4 von 6 zutreffen, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Superhelden. Das ist ja häufig so, dass ein konkretes Phänomen nicht immer dem Ideal entspricht.

    Der andere Definitionsansatz ist komplexer, weiter gefasst und eher „literaturwissenschaftlich“. Hier würde ich darauf abzielen, dass Superhelden in der Tradition des mythischen Erzählens gehören, in dem ein Individuum mit bestimmten Eigenschaften sich aus der Alltagswelt aufmacht, um seine Gemeinschaft zu beschützen. Wird dieses Erzählmuster, das im Prinzip allen Mainstream-Superhelden-Comics zugrunde liegt, damit kombiniert, dass die Hauptfigur „von den Göttern auserwählt ist“, also eindeutig gottähnliche/mythische Eigenschaften besitzt (wie z.B. der auch bei euch erwähnte Herakles), handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Superhelden. Ob die Geschichte dann nun in Gotham City oder im antiken Griechenland spielt, ist dabei weniger wichtig. In diesem Sinne wäre beispielsweise Conan auch ein Superheld, der ja nicht zufällig auch bei Marvel eine Weile die Hefte bevölkerte.

    Dass „modernere“ Superheldencomics wie Hellboy, Watchmen oder „Batman – The Dark Knight Returns“ sich Definitionsversuchen ein wenig entziehen, liegt auf der Hand, da sie mit den Traditionen des Genres bewusst brechen oder damit spielen.

    Die James Bonds vor Daniel Craig würde ich auch als Superhelden-Filme werten. Craigs Bond hat eindeutig körperliche Grenzen und ist nicht mehr übermenschlich. Indiana Jones habe ich nie als Superhelden gesehen, aber warum eigentlich nicht? Was er alles überlebt, lässt eindeutig auf übermenschliche Qualitäten schließen, es gibt Superschurken, er trägt so was wie ein Kostüm und hat mit seiner Peitsche eine eindeutig magische Waffe 😉

    Eine kleine Fußnote ist mir noch aufgefallen: Irgendwo im Podcast wird gesagt, dass der Trend, die Kostüme der Helden eher als Uniformen zu gestalten, habe mit den X-Men-Filmen von Singer begonnen. Da würde ich widersprechen, denn ich denke, die erste Serie, in der die Helden uniform gekleidet wurden, war Fantastic Four.

    Hach, wunderbares Thema. Vielen, vielen Dank für diese tolle Folge!

    1. Die Fantastic Four tragen aber auch in den Comics schon diese Uniform, die X-Men sind in der Vorlage nicht uniformiert…

      1. Habe mich da missverständlich ausgedrückt, ich meinte Comics, nicht die Filme. Da haben die Fantastic Four 1961 den Trend zur Uniform geprägt. X-Men erschienen erst 1963, allerdings trugen sie da Uniformen, die ein bisschen so aussahen wie in X-Men: First Class, nicht das modische Schwarz aus X-Men 1-3.

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