Schurken, Schufte und Spitzbuben

“Stellen wir kurz einmal die Moral zurück”

Sie sind meist interessanter als die Helden, haben oft einen fragwürdigen Modegeschmack und neigen zu Monologen.

Bösewichter und Antagonisten sind diesmal unser Thema. Wir versuchen uns an Definitionen, beleuchten die Evolution des Bösewichts und wagen einen kurzen und vorsichtigen Blick in die Realität des Bösen.

Welche Bedeutung der Bösewicht in einer Geschichte hat und ob es möglich ist selbst in die Rolle des Bösewichtes zu schlüpfen sind Fragen, die wir uns in dieser Episode stellen.

Wie immer ziehen wir dazu Beispiele aus Hoch- und Popkultur heran und halten dabei das Spoilerniveau so tief es nur geht.

AFI’s 100 YEARS…100 HEROES & VILLAINS
MTV Movie Award for Best Villain

Unsere Lieblingsbösewichter:

Genannte Bösewichter/Antihelden/Antagonisten?

Einzelne Werke:

3 Gedanken zu „Schurken, Schufte und Spitzbuben“

  1. Zu dem Punkt, ob man Charaktere spielen will, die nach eigener Empfindung “böse” Ziele verfolgen, will ich einen Gedanken anfügen: Ich denke auch, dass es keine Freude und kein Vergnügen bereiten würde, allerdings gibt es einen Mitspieler, von dem das dennoch erwartet wird, nämlich den Spielleiter. Und vielen macht es durchaus Spass den Bösewicht zu verkörpern (obwohl es hier sicherlich Grenzen gibt). Wodurch ist das also gerechtfertigt, weil klar ist, dass die Helden gewinnen sollen? Weil letztlich auch der Spielleiter darauf hinarbeitet, dass das “Gute” obsiegt, auch wenn er zwischenzeitlich in der Rolle des Gegners aufgeht?

    Und als Beitrag zum Thema andere Perspektiven auf Star Wars: Stormtroopers’ 9/11

    1. Ich finde es durchaus interessant, einmal die Seiten zu wechseln. Nicht nur als Spielleiter, sondern auch als Spieler. Genauso schaue ich mir auch Serien wie „Breaking Bad“ an oder bin begeistert von Filmen, in denen Bösewichter eine zentrale Rolle spielen. Wohlgemerkt „auch“.

      Beim Rollenspielen geht es immer darum, einmal eine andere Perspektive auszuprobieren in einem nicht-real-schädlichen Umfeld. Ich verletzte im Rollenspiel (in der Regel) niemanden real, wenn ich böse spiele. Allerdings sollten alle darauf gefasst sein.

      Dein Video, André, erinnert mich übrigens an die Comedy-Webserie Space Janitors, die aus Sicht von der Reinigungscrew des Imperiums geschildert wird.

      1. Das bestätigt meine Vermutung. Den “Bösen” zu spielen (als Spielleiter oder als Spieler) hat einen gewissen Reiz, wenn es vor einem Hintergrund geschieht, der immer noch das “Gute” zu erzielen versucht (wobei ich nicht weiß inwiefern das auf die genannten mir nicht bekannten Serien zutrifft). Wenn aber die gesamte Gruppe und der Spielleiter auf ein Ziel hinarbeiten, was alle moralisch ablehnen, ist man plötzlich bei der von Jens geschilderten Situation, dass das kein Vergnügen mehr bereitet und man sowas im Prinzip gar nicht erst spielen will.

        Aber ich bin mir nicht sicher. Das im Podcast erwähnte Beispiel war Terroristen, die einen Kindergarten in die Luft sprengen. Bei der “normalen” Situation, dass die Spielercharaktere das verhindern wollen, werden wohl auch die meisten Spielleiter sich nicht allzu sehr mit den Terroristen identifizieren wollen. Also vielleicht gibt es einfach gewisse harte Inhalte, Vergewaltigung hattet ihr ja auch letztens, die für die meisten Menschen zu sehr die eigenen Grenzen verletzen.

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